SCHRIFT
  • Hellerau_1025
Diese Karte zeigt das Wirken der verschiedenen Architekten von Hellerau. Farblich unterschiedlich dargestellt sind die Siedlungs- und Einzelhausbebauungen von Riemerschmid, Tessenow, Mutesius, Frick und vielen anderen "Stararichtekten" der Gründungsjahre.

Hellerau ist - von den Anfängen und vom Planungsbeginn her - die früheste deutsche Gartenstadtgründung. Ausgangspunkt und Basis der Gründung waren die 1898 von dem Tischler und engagierten Unternehmer Karl Schmidt gegründeten Dresdener Werkstätten für Handwerkskunst, die späteren Deutschen Werkstätten - ein rasch prosperierendes Unternehmen der Möbelbranche. Den notwendig werdenden Fabrikneubau verband Schmidt - sozialreformerisch beeinflusst - mit dem Gedanken der Anlage einer Gartenstadt. Bereits 1900 forderte er unter Nennung des Namens Riemerschmid, im Rahmen einer Ausstellung „eine kleine Stadt oder eine kleine Villenkolonie“ aufzubauen. Seit 1904 sprach er mit Richard Riemerschmid, Friedrich Naumann und wohl auch Hermann Muthesius häufig über den Plan einer Siedlungsgründung (zunächst bei Kaditz). Ab Sommer 1906 entwickelte Riemerschmid den Gesamtbebauungsplan für Hellerau - die „Aue am Heller“ (Namensfindung Karl Schmidt). Es bestand ursprünglich die Absicht, Hellerau als „Architektur-, Kunstgewerbe- und Gartenausstellung“ einzurichten; zur Ausstellungseröffnung sollte ein von Gerhart Hauptmann verfasstes Festspiel aufgeführt werden (dazu kam es nicht).

 

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