SCHRIFT

Gedeckt durch die neue Baumschutzverordnung (s. Anhang) hieß es nach Ende der allgemeinen Schutzzeit ab 1. Oktober letzten Jahres wieder „Säge frei!“. Kaum ein Tag verging an dem man nicht in Hellerau die Kettensäge hörte und ein großer Baum daran glauben musste. Vielleicht machte er zu viel Dreck (=Laub) oder in seinem Schatten wuchs nur Moos, kein englischer Rasen oder er stand einfach nur im Wege. Nun endlich kann er abgesägt werden. „In meinem Garten bestimme ich, was wachsen darf und was umgesägt wird“. So haben sich das die Liberalisierer im Dresdener Rathaus gedacht, als sie die neue Baumschutzverordnung in Kraft setzten.

Abgesägte Bäume

Liebe Hellerauer, stecken Sie die Säge wieder weg, wir wohnen in einer Gartenstadt. Der große Baum wurde vielleicht schon von Ihrem Großvater gepflanzt. Was könnte er für Geschichten erzählen, was hat er alles gesehen! Und gibt es etwas Schöneres als blühende Obstbäume, zwischen denen man eine Hängematte spannen kann, an deren Äste Kinder schaukeln und in deren Schatten wir im Sommer Eierschecke essen? Was ist dagegen schon ein bisschen Laub und Moos im Rasen.

Ein Nachtrag:
Die Säge wird anscheinend nicht nur auf dem eigenen Grundstück eingesetzt sondern auch auch fremdem. Dort, wo im Spätsommer sich im Goldrutenlabyrinth die Pfade um junge Birken schlängelten, stehen heute in einigen Bereichen nur noch ihre traurigen Überreste. Ob Brennholz oder Dekoratives das Ziel war, es ist in jeden Fall illegal und eine sehr unfreundliche Tat, denn die Anwohner erfreut gerade die zurückkehrende Natur und die Kinder entdecken einen neuen Abenteuerspielplatz. Wir werden ein Auge darauf haben!

Anhänge:
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