SCHRIFT

Hakenkreuz auf SchaukastenDie Schaukästen des Bürgervereins in Hellerau sind immer wieder Ziel von Schmierereien. Meistens sind es nur harmlose mit Filzschreiber gemalte Tags, die sich mit geeigneten Mittel leicht wieder entfernen lassen. Sobald aber Ankündigungen von Diskussions- oder Dialogrunden zum Thema Asyl und Migration aushängen, liest man auch fremdenfeindliche Sprüche auf den Scheiben. „Dresden bleibt Deutsch" oder „Refugees not welcome" und nun auch noch ein eingeritztes Hakenkreuz. Dem Verein bleibt hier nur Anzeige wegen Sachbeschädigung zu erstatten, wohlwissen, dass der oder die Täter wohl kaum ermittelt werden.

Wir bitten die Hellerauer Bürger uns über neue Schmierereien auf den Schaukästen zu informieren, damit wir sie schnellstmöglich wieder entfernen können.

Unsere Grenzen sind offen. Kein Stacheldraht, keine Grenzsicherungen, jeder kann rein. Meist sind es die Katzen der Nachbarn, aber auch Waschbär, Fuchs und Wildschwein wurden schon gesichtet und im Winter viele seltene Vogelarten. Wir haben einen echten Multi-Kulti Garten.

Maulwurf

Seit längerem bekommen wir auch schon unterirdisch Besuch aus dem Brachgelände hinter unserem Grundstück. Kleine Erdhügel und Beulen im Rasen deuten darauf hin. Der Maulwurf ist allerdings ein reiner Wirtschaftsflüchtling. Es gibt keinen Krieg auf dem Brachgelände und vor Verfolgung ist er auch sicher, solange er unter der Oberfläche bleibt. Aber bei uns gibt es einfach mehr und dickere Regenwürmer! Einen Antrag auf Asyl nach Artikel 16 unserer Verfassung müssten wir demnach ablehnen. Also ausweisen?

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Als Richard Riemerschmid die Gartenstadt Hellerau entwarf, wollte er einen Ort mit hoher Lebensqualität und sozialer Wärme schaffen. Daher enthielt sein städtebauliches Konzept auch Plätze für nachbarschaftliche Begegnungen und Gespräche, Plätze wie es das alte Foto Am Grünen Zipfel zeigt.

Historisches Foto der Bank Am Grünen Zipfel

Man erkennt eine Mauerecke, darin eine Eckbank und davor ein schattenspendender Baum, vielleicht eine Linde. Das Tor verschließt den Weg zu den hinteren Häusern. So wird dieser Platz von drei Seiten begrenzt und schafft eine gewisse Geborgenheit. Man kann sich vorstellen, wie damals dort Neuigkeiten aus dem Ort ausgetauscht wurden, während die Kinder davor auf der Straße spielten. In der Erinnerung alteingesessener Hellerauer war die Ecke ein beliebter Treffpunkt der Zipfelkinder als Startpunkt für Schnitzeljagden, Verstecken oder als Austragungsort für Kreiselwettbewerbe.

Mit den Jahren ist die Bank irgendwann morsch geworden, wurde nicht wieder ersetzt und auch die Linde verschwand aus dem Straßenbild. Letztlich wuchs dort ein großer Forsythien Busch, der im Frühling zwar schön blühte, aber keinen Platz mehr zum Verweilen bot.

Nun hat der Bürgerverein diese kleine Ecke nach altem Vorbild wieder erschaffen.

Der Eigentümer des Grundstückes, die Familie Bleschke, hat freundlicherweise seine Zustimmung für dieses Vorhaben gegeben und auch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden unterstützt ausdrücklich die Wiederherstellung des historischen Zustandes. Etliche Diskussionen, das Einholen von rechtlicher Beratung, Briefverkehr mit Behörden und Anwohnern sowie viele Stunden freiwilliger Handarbeit waren dann noch nötig, um die Idee zu verwirklichen. Dank dafür gebührt insbesondere Volkmar Springer und Harald Krauss, die nicht nur den Anstoß zu dem Vorhaben gaben, sondern auch den größten Teil der notwendigen Arbeiten leisteten.

Neue Bank Am Grünen Zipfel

Die Bank ist nicht weiß lackiert, sondern aus praktischen Erwägungen aus widerstandsfähigem Teak-Holz und der gepflanzte Baum keine Linde, sondern ein pflaumenblättriger Weißdorn, der schön blüht, langsam wächst und eine lichte Krone bildet. Die Kosten für den Baum hat dabei die „Umweltskat"-Gruppe durch viele mutige Kontras und Res eingespielt.
Am Samstag 23. November wurde der Platz nun im Beisein von allen Beteiligten mit einer kleinen Feier der Öffentlichkeit übergeben.

Bank Am Grünen Zipfel Eröffnung

Der Bürgerverein hofft, dass dieser Ort wieder – wie ursprünglich gedacht – zum Verweilen einlädt und neue Begegnungen schafft, von Alt und Jung, Nachbarn und Besuchern.

 

In einem Vergleichstest des ADAC über die Fahrradfreundlichkeit in 12 deutschen Großstädten belegt Dresden zusammen mit Dortmund den letzten Platz (www.adac.de/radfahren). Der Test des nicht gerade für seine Radfahrerlobby bekannten Clubs bestätigt, was häufig im Sattel sitzende Dresdner schon lange bemängeln: Es gibt kein innerstädtisches Radwegenetz, kein Gesamt- oder Zukunftskonzept und es mangelt an Radverkehrsförderung durch Politik und Verwaltung.

Aber wie sieht es jetzt konkret für Hellerau aus? Die Straßenbahnlinie 8 verbindet uns ja komfortabel mit der Innenstadt, trotzdem soll es auch Hellerauer geben, die gerne mit dem Rad in die Stadt fahren, z.B. zum Einkaufen oder – wie im folgenden Erfahrungsbericht - zur städtischen Bibliothek im World-Trade-Center.

Radweg in die Stadt

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Der Bürgerverein kann keinen Zugang zur Hellerauer Antennengemeinschaft vermitteln.

Dazu wenden Sie sich bitte direkt an den

Verein Antenne Hellerau
Heinrich-Tessenow-Weg 1
01109 Dresden

Tel.:  0351 / 880 5482
Fax:  0351 / 8905714
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