SCHRIFT

Wissenswertes zur Geschichte und Kultur von Hellerau

Hellerau hat in seiner Geschichte weit über Dresden hinaus Spuren hinterlassen und hin und wieder führen solche Spuren zurück nach Hellerau, wie diese:

Im Mai letzten Jahres übereignete Prof. Jochimsen aus Flintbek bei Kiel dem Bürgerverein eine Reihe Fotos und Postkarten aus dem Nachlass seiner Tante. Kristin Jochimsen war in den Jahren 1933- 1935 Schülerin der Menzler-Marsmann-Schule für Gymnastik in Hellerau. Die Schule befand sich in diesen Jahren auf dem Tännichtweg, das Wohnheim im Haus Nr. 9, der Übungsraum in der Nr. 5.

Dora Menzler hatte ihre Schule für Rhythmische Gymnastik 1931 von Leipzig nach Hellerau verlegt. Mit der Machergreifung der Nationalsozialisten wurde sie als Halbjüdin vom Festspielhausgelände verdrängt und zog sich nach Wustrow an der Ostsee zurück, wo auch jeden Sommer ihre Schule stattfand. Ihre bewährte Lehrerin Hildegard Marsmann führte die Schule nach Menzlers pädagogischem Konzept am Tännichtweg weiter.

Die Fotos von Kirstin Jochimsen wurden alle an der Ostsee aufgenommen. Sie hat dort in Wustrow an Fortbildungskursen für ehemalige Schüler teilgenommen. Außerdem gehörte sie zu den jungen Frauen, die für den Olympiafilm von Leni Riefenstahl auf der Kurischen Nehrung geturnt haben. Nach dem Krieg gründete sie ihre eigene Gymnastikschule und übernahm dafür nicht nur die pädagogische Methode, sondern auf das vom Yin-Yang abgeleitete Logo der Menzler-Marsmann-Schule.

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